Aaaaaah! – Momente in Palma, Mallorca: meine Top 5

Schon wieder in der Berliner Kälte zitternd, erinnerte ich mich heute an die wunderbaren sonnigen Stunden, die ich diesen Sommer auf Mallorca verbracht habe. Und endlich griff ich wieder zur Feder, äh… zum Laptop, um mit euch meine wunderbarsten Seufz-Momente zu teilen. Hier eine Kompilation der TOP FIVE THINGS TO DO in Palma.

  1. La Seu

Ist man/frau auf Mallorca, so landet eigentlich jeder/ jede von uns mal in Palma. Die lebendige Hauptstadt der Insel, die vor allem im Zentrum Wunderschönes offenbart. Ein tolles Museumserlebnis habe ich ja bereits mit euch geteilt. Aber wo geht man dort sonst hin? Na, natürlich zur Hauptkathedrale La Seu, an der man wirklich nicht vorbei kann, ohne sie sich genau anzusehen.

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Eine Augenweide sowohl bei Tag als auch bei Nacht, wurde sie am Standort einer Moschee errichtet – die Grundsteinlegung erfolgte zu Beginn des 13. Jh. Seitdem haben zahlreiche Baustile hier und da das Aussehen der Kathedrale geprägt – hauptsächlich gotisch, kamen Elemente der typischen spanischen Renaissance-Architektur (estilo plateresco) sowie Teile aus dem Barock und dem Neo-Klassizismus später hinzu. Auch der berühmte Antoni Gaudí, den die meisten als Baumeister der Sagrada Família in Barcelona kennen, hat seinen modernistischen Senf dazugegeben und für wesentliche Veränderungen an der Palmaer La Seu gesorgt.

Und genau hier hatte ich meinen ersten Aaaah!-Moment. Kennt ihr den Spruch, dass es drei Dinge gibt, denen Menschen ewig zusehen können? Nämlich wie Wasser plätschert, wie Feuer brennt und wie andere Menschen arbeiten. Letzteres fesselte mich für eine geraume Zeit, und hier seht ihr wieso:

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In der glühenden Hitze der mallorquinischen Sonne, da, wo nicht nur die Luft, sondern auch man selbst wörtlich schmilzt, saß ein Mann am Zaun zum Eingang der La Seu und strich diesen mit einer Sorgfalt, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Die Sonne schien ihm wirklich nichts anzuhaben, ok – er saß auch teils im Schatten. Dennoch ist die Luft so aufgeheizt, dass ich absolut fasziniert von seiner Gelassenheit bei der Arbeit war. Die Mallorquiner halt!

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2. Altstadt

Wo wir schon mal hier sind, möchte ich euch natürlich die anderen Schätze der Altstadt nicht vorenthalten. Nachdem ich von der Sonne und glühenden Hitze geredet habe, ist es wahrlich schön, sich an ein kühles Örtchen zu begeben, oder? Und hier hatte ich meinen nächsten Aaaah!-Moment, und der Seufzer kam nicht nur, weil es plötzlich so schön frisch wurde, sondern auch, weil mich das Gesehene wieder mal verzaubert hat. Warum lange plappern – hier eine Kostprobe:

Nehmt euch viel Zeit (und bequeme Schuhe!) mit und genießt die kleinen Details der Architektur und der Umgebung – die vielen engen, verwinkelten Gassen sind nicht nur kühl und schattig, sondern vermitteln auch einen speziellen Flair, in den ich mich verliebt habe.

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3. Palma, Playa de Palma

Was für ein Inselurlaub ohne Meer. Und in Palma ist dieses besser, als manch einer vermuten könnte. Wer gerne Massentourismus meidet und unter Einheimischen seine Bahnen schwimmt, ist hier genau richtig. Playa de Palma liegt direkt an einer langen Strandpromenade, die einen direkt zum Parc de la Mar  führt, von wo aus vor allem bei Nacht ein wunderbarer Ausblick auf die Stadt und die beleuchtete Kathedrale genossen werden kann. Außerdem finden hier zur Hauptsaison viele Open Air Konzerte statt. hier feiert man mit der Meeresbrise in den Haaren. Aber auch tagsüber kann man hier ausgelassen flanieren und das Hafengeschehen beobachten. Einheimische gehen hier gerne joggen, fahren Fahrrad oder spielen Ball direkt am Strand. Ich für meinen Teil habe mich entspannt in die Wellen gelegt und die ein- und ausfahrenden Yachten beobachtet – wenn das mal kein Aaaah-Moment ist?! Und nein, das Wasser hier ist nicht dreckig, sicherlich nicht dreckiger, als die Strände an den typischen Hot Spots! Morgens und abends ist es hier nahezu menschenleer, das Wasser glasklar. Viele Fischschwärme kommen herangeschwommen, um sich in der frühen Sonne zu wärmen…

 

4. Jardí del Bisbe

Klänge bezaubernder, ruhiger Harfenmusik… was das mit Malle zu tun hat? Ich war schon mehrmals dort, in den Jardí del Bisbe, und jedes Mal habe ich dort die Harfenspielerin angetroffen, die im Schatten ihre Wunder vollbringt. Im Einklang mit dem Garten ist all das ein faszinierendes Erlebnis – vor allem kurz vor der Öffnung/Schließung, wenn die meisten Urlauber bereits weiter gezogen sind. Selbst die Bilder sind einen Aaaah!-Moment wert. Seht selbst:

5. Street Art

Bei meinem letzten Punkt heißt es wieder: Rumlaufen und Augen offen halten! In der sonst so traditionell aussehenden Altstadt, wo man es kaum vermutet, finden sich immer wieder Kunstwerke des hiesigen Street Art. Als Kunsthistorikerin bin ich natürlich begeistert von solchen Funden. Aber auch als weniger kunstinteressierter Urlauber ist es spannend, diesen Bruch und gleichzeitige Symbiose zwischen dem Alten und Neuen, dem Traditionellen und Modernen zu erleben. Gerade solche zufälligen Entdeckungen sind für mich DIE Aaaah!-Momente, die ich nach einer Reise am ehesten in Erinnerung behalte.

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Und nun mache ich hier einen Cut. Klar, wer schon einmal auf Mallorca war oder auf anderen Websites vorbeischaut, der wird sehen, dass einige der Punkte hier keine Neuentdeckung sind. Dies war aber auch nicht mein Anliegen. Was ich wollte, ist mit euch meine ganz persönlichen Best Moments zu teilen, und vielleicht geht der/die eine oder andere aufmerksamer durch die Stadt auf der Suche nach einem besonderen Erlebnis, einem ganz individuellen Aaaah!-Moment.

 

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